Für die Gemeinde geschrieben — Band 2

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Andere Heilmittel, die erwähnt werden

Ein Feigenpflaster für Hiskia — Als Hiskia erkrankte, überbrachte ihm der Prophet Gottes die Nachricht, daß er sterben müsse. Auf die inständige Bitte des Königs hin sagte Gott ihm zu, daß er Hiskias Leben um 15 Jahre verlängern würde. Ein Wort oder eine Bewegung Gottes hätten genügt, um den König sofort gesund zu machen. Statt dessen gab der Herr Anweisung, ihm ein Pflaster aus Feigen auf die erkrankte Stelle zu legen. Nachdem das geschehen war, wurde Hiskia wieder gesund. Es wäre auch für uns wünschenswert, solche Verordnungen Gottes ernster zu nehmen, als wir das gemeinhin tun. Manuskript 29, 1911 (Allgemeines Manuskript). FG2 309.2

Der Wert von Eukalyptusöl — Es tut mir leid, daß es Schwester C. nicht gut geht. Gegen ihren Husten kann ich nichts Besseres empfehlen als Eukalyptus und Honig. Gib ein paar Tropfen Eukalyptusöl in ein Glas mit flüssigem Honig, verrühre alles gut und trinke etwas davon, sobald Dich der Husten plagt. Ich habe auch häufig Probleme mit meinem Hals, bin aber jedesmal schnell damit fertig, wenn ich mich dieses einfachen Mittels bediene. Halte Dich an dieses Rezept, und Du wirst Dein eigener Arzt sein. Falls der erste Versuch nicht gleich Heilung bringt, versuche es erneut — möglichst vor dem Schlafengehen, weil das die günstigste Zeit ist. Brief 348, 1908* FG2 309.3

Ich habe Dir bereits von dem Mittel berichtet, das ich benutze, wenn ich Halsbeschwerden habe. Ich verrühre ein Glas erwärmten Honig mit einigen Tropfen Eukalyptusöl. Wenn der Hustenreiz über mich kommt, schlucke ich einen Teelöffel von dieser Mischung und spüre unverzüglich Erleichterung. Vielleicht kommt Dir solch ein Rezept zu simpel vor, aber ich habe damit seit Jahren gute Erfahrungen gemacht und möchte Dich ermutigen, es gleichfalls zu versuchen. FG2 309.4

Du kannst auch Fußbäder machen, indem Du dem Wasser einige Blätter des Eukalyptusbaumes hinzufügst. Solche Bäder sind außerordentlich wirksam. Versuche es nur, und Du wirst feststellen, daß es hilft. Eukalyptusöl ist nicht nur gut gegen Husten, sondern bewährt sich auch bei Brust — und Lungenschmerzen. Ich rate Dir, dieses Mittel auszuprobieren, zumal es einfach zuzubereiten ist und keine Kosten verursacht. Brief 20, 1909* FG2 310.1

Bäume mit Heilwirkung — Der Herr hat mir in vielerlei Hinsicht Erkenntnisse geschenkt. Er hat mir beispielsweise gezeigt, daß unsere Sanatorien möglichst auf Anhöhen errichtet werden sollen, weil das der Gesundung der Patienten förderlich ist. Außerdem sollte genug Land vorhanden sein, um Blumen, Ziersträucher und Bäume anzupflanzen. FG2 310.2

Einmal sollte unnötig viel Wald gerodet werden, um mehr Land für die Errichtung des Sanatoriums zu gewinnen. Damals erkannte ich, daß Pinien, Zedern, Tannen und verschiedene andere Bäume Substanzen enthalten, die der Gesundheit sehr förderlich sind. Hütet euch deshalb davor, solche Bäume erbarmungslos zu fällen ... Laßt sie leben. Brief 95, 1902* FG2 310.3

“Mein Kräutertrank” — Wir brauchen weder unseres Tees wegen nach China noch des Kaffees wegen nach Java zu gehen. Einige haben geäußert: “Schwester White trinkt schwarzen Tee!” Sie behaupteten sogar, ich hätte ihnen welchen angeboten. Das ist schlicht und einfach unwahr; denn ich trinke keinen und habe nicht einmal welchen im Haus. Anläßlich einer Schiffsreise, als mein Magen keine Nahrung bei sich behalten wollte, habe ich etwas schwarzen Tee als Medizin zu mir genommen. Ich wehre mich also energisch gegen die Behauptung, daß ich solchen Tee verwende. Wenn jemand in mein Haus kommen will, um zu sehen, was ich trinke, werde ich ihm den Beutel mit meinem Kräutertrank zeigen. Mein Tee kommt aus Michigan und wird aus Rotkleespitzen aufgebrüht. Was den Kaffee betrifft, so würde ich niemals welchen trinken. Wenn Leute das Gegenteil behauptet haben, dann ist das einfach nicht wahr. Manuskript 3, 1888 (Predigt, Oakland, Kalifornien). FG2 310.4

Kleeblüten — Erste Ernte — Ich möchte Euch um etwas bitten. Ob Eure Kinder für mich wohl auch in diesem Jahr wieder Kleeblüten sammeln würden? Es könnten sogar mehr als im vergangenen Jahr sein. Sie würden mir damit einen großen Gefallen tun, denn hier gibt es solchen Klee nicht. Am besten wäre die erste Ernte. Wenn der Brief Euch aber nicht mehr rechtzeitig erreicht, freue ich mich natürlich auch über die zweite Ernte. Brief 1, 1872* FG2 311.1

Schwarzer Tee — Medikament, nicht Getränk — Ich verwende keinen schwarzen Tee. Seit Jahren ist davon nicht einmal ein Teelöffel über meine Lippen gekommen, ausgenommen bei einer Ozeanüberquerung. Außerdem habe ich auch einmal schwarzen Tee zu mir genommen, als ich krank war und erbrechen mußte. In solchen Fällen kann er schnell für Besserung sorgen. FG2 311.2

Als Ihr bei uns wart, habe ich Euch nicht schwarzen Tee vorgesetzt, sondern Kräutertee aus Rotkleespitzen. Dabei habe ich Euch sogar darauf aufmerksam gemacht, daß dies ein einfaches und bekömmliches Getränk sei ... FG2 311.3

Für schwarzen Tee habe ich seit Jahren keinen Pfennig ausgegeben. Ich kenne seine Wirkung und würde ihn auf keinen Fall trinken, es sei denn aus medizinischen Gründen bei starkem Erbrechen oder ähnlichen Beschwerden ... FG2 311.4

Denkt nicht, daß ich etwas predige, ohne mich selbst daran zu halten. Ich könnte meine Zuhörer nicht dazu auffordern, sich an bestimmte Lebensregeln zu halten, während ich mir selbst großzügig Ausnahmen gestatte ... FG2 311.5

Ich trinke keinen aufputschenden Tee, sondern halte mich an meine Rotkleespitzen-Mischung. Selbst wenn ich Appetit auf Wein, Tee oder Kaffee hätte, würde ich diese schädlichen Genußmittel nicht verwenden, weil mir viel zu sehr an der Gesundheit und einer entsprechenden Lebensweise liegt. Im übrigen möchte ich in Sachen Enthaltsamkeit und im Tun des Guten ein Vorbild für andere sein. Brief 12, 1888* FG2 311.6

Kaffee als Medizin — Ich kann mich nicht erinnern, daß ich in den vergangenen 20 Jahren auch nur eine Tasse Kaffee getrunken hätte. Nur, wie bereits erwähnt, während meiner Krankheit als Medizin. Da trank ich ein Gemisch aus sehr starkem Kaffee und rohem Ei. Brief 20, 1882* FG2 312.1

Traubensaft mit Ei — Mir wurde die Erkenntnis zuteil, daß Du Deinem Körper durch unzureichende Ernährung schadest. Weil Du Deinem Organismus die lebensnotwendigen Nährstoffe vorenthalten hast, mußt Du jetzt so leiden. Höre auf damit, Dir eine gute und vollwertige Kost zu versagen ... Verwende Eier von gesunden Hühnern, ob roh oder gekocht, ist einerlei. Wenn Du sie roh genießen willst, dann verrühre etwas Eigelb mit gutem Traubensaft. Auf diese Weise bekommt Dein Körper einiges von dem, was er dringend braucht ... Counsels on Diet and Foods 203.204 (An Dr. D.H. Kress, 1901). FG2 312.2